Die Rednitz
Die Rednitz ist der 46 km lange linke bzw. südliche Quellfluss der Regnitz in Franken. Etwas wasserreicher als der andere Quellfluss Pegnitz und auch reicher an Zuflüssen, wird sie hydrografisch als Oberlauf der Regnitz betrachtet, obwohl der längste Fließweg in ihrem System mehr als 20 km kürzer ist als der im System der Pegnitz.
In schriftlichen Quellen erscheint der Fluss erstmals im 8. Jahrhundert unter der lateinischen Bezeichnung Radantia. Im 11. Jahrhundert wird der Name des Flusses mit Ratenza wiedergegeben.
Der Fluss entsteht in Georgensgmünd im Landkreis Roth auf 342 m ü. NHN durch die Vereinigung von Fränkischer und Schwäbischer Rezat.

Von dort fließt die
Rednitz nordwärts über Roth, Büchenbach, Rednitzhembach, Penzendorf und Schwabach. Bezeichnend für die alte Kulturlandschaft sind die zahlreichen alten Mühlen, besonders im oberen Abschnitt bis Roth, oft heute nur noch Wohnplätze oder aber kleine Industriebetriebe.

Für Nürnberg bildet die
Rednitz abgesehen vom statistischen Distrikt 551 mit den Stadtteilen Mühlhof und Lohhof etwa die Westgrenze des Stadtgebietes und berührt dabei die westlichen Nachbargemeinden Stein, Oberasbach und Zirndorf. In Fürth fließt sie westlich an der Altstadt vorbei und vereinigt sich kurz danach mit der Pegnitz, die östlich am Fürther Stadtzentrum vorbei aus Richtung der Nürnberger Altstadt kommt, zur Regnitz.
Verlauf
Die Regnitz ist ein knapp 59 Kilometer langer linksseitiger und südlicher Nebenfluss des Mains in Bayern. Als Gewässerkörper mit der GKZ 242 hat sie zusammen mit ihrem Quellfluss Rednitz (39,62 km) und deren Quellfluss Fränkische Rezat (63,51 km) eine Gesamtlänge von etwa 162 km.

In Teilen des Flussbettes verläuft der Rhein-Main-Donau-Kanal, der neben seiner Funktion als Verkehrsweg das von zeitweiliger Trockenheit bedrohte System der
Regnitz und des Mains mit Wasser aus Donau und Altmühl versorgt.
Einzugsgebiet
Das ca. 7523 km² große Einzugsgebiet der Regnitz umfasst im Osten weite Teile der nördlichen Fränkischen Alb und im Westen die nördlichen Teile der Frankenhöhe sowie den Steigerwald. Im Zentrum des Einzugsgebiets befindet sich das Nürnberger Land, Aischgrund und Zenngrund. Das natürliche Einzugsgebiet der Regnitz wurde im Zuge des Baus des Main-Donau-Kanals und insbesondere der Donau-Main-Überleitung künstlich erweitert.
Flusslauf
Die Regnitz entsteht in Fürth aus dem Zusammenfluss von Pegnitz und Rednitz und fließt nordwärts durch Fürth, Erlangen, Möhrendorf, Baiersdorf und Hausen. Ab Forchheim fließt sie nordwestwärts bis Bamberg. Nordwestlich des Stadtzentrums von Bamberg, bei Bischberg, mündet die Regnitz bei Kilometer 384 mit einer mittleren Wasserführung von 56,6 m³/s in den Main, dessen Wasserführung von 44,7 m³/s sie damit um mehr als ein Viertel übertrifft.

Parallel zum Fluss verlaufen im Tal der
Regnitz der Main-Donau-Kanal, die A 73 und die Bahnstrecke Nürnberg-Bamberg.

Der 1960 bis 1972 erbaute Teil des Main-Donau-Kanals (MDK) verläuft ab Fürth überwiegend als Seitenkanal der
Regnitz, benutzt jedoch zwischen Hausen und Neuses auf knapp zehn Kilometer Länge das Flussbett der staugeregelten Regnitz mit der Staustufe Forchheim. Ebenso verläuft der MDK von der Schleuse Bamberg bis zur Regnitzmündung auf gut sechs Kilometer Länge in der Regnitz. Diese Regnitz-Abschnitte sind in die Bundeswasserstraße Main-Donau-Kanal einbezogen; zusätzlich sind die Wehrstrecken mit den Wehren Hausen, Neuses und Bamberg der Regnitz Bundeswasserstraße.
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